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Hiddensee

Mit der liebevollen Umschreibung dat söte Länneken, grob aus dem Plattdeutschen mit „das süße Ländchen“ ins Hochdeutsch übersetzt, wird wohl am besten ausgedrückt, was Hiddenseefreunde für diese Insel empfinden. Als Gerhardt Hauptmann (1862-1946) im Jahr 1885 erstmals Hiddensee betrat, war er von dieser Landschaft so fasziniert, dass er ab 1895 fast jeden Sommer hier verbrachte. Er wurde der berühmteste Hiddenseer Gast und hatte maßgeblich Anteil daran, dass die Insel in den Zwanziger Jahren das bevorzugte Ziel vieler Intellektueller wurde. Auch Heinrich George, Joachim Ringelnatz, Sigmund Freud, Albert Einstein und andere fühlten sich wohl auf der „Künstlerinsel“. Heute ist Gerhardt Hauptmanns Haus „Seedorn“ in Kloster ein Museum, das an die Hiddenseer Schaffensperiode und die Liebe des Dichters zur Insel erinnert.

Hiddensee`s Geschichte ist sehr interessant, die Insel gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Seine Natur, Flora und Fauna sind dadurch umfassend geschützt. Die Insel ist weitgehend autofrei, und auch die Hiddenseer selbst sind sehr bemüht, die Ursprünglichkeit ihrer Heimat zu erhalten. Die 17 Kilometer lange und nur etwa einen Kilometer breite Insel steigt von Süden nach Norden stetig an und hat im Dornbusch mit 72 Meter Höhe ihren höchsten Punkt. Dort steht der große Leuchtturm , der seit 1888 den Schiffen den Weg weist. Sein Leuchtfeuer ist bei guter Sicht fast 50 Kilometer weit zu sehen und warnt die Steuermänner vor den gefährlichen Untiefen um Hiddensee.

Die drei Orte Neuendorf, Vitte und Kloster sind die Anlaufstationen der Inseltouristen. Von hier aus kann man alle Ecken der Insel am besten mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß erreichen. Auf der Westseite der Insel Rügen befindet sich Hiddensee. Getrennt von Rügen nur durch ein paar Meter Ostsee, ist die Insel Hiddensee die landschaftlich reizvollste Gegend der gesamten Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.

Besonderheit auf Hiddensee: Hier gibt es (fast) keine Autos. Einzige Fortbewegungsmittel sind das Pferdefuhrwerk und das Fahrrad, neuerdings auch Elektromobile. Hiddensee ist das Paradies für Wanderer und Naturfreunde.

Die zauberhafte Insel erstreckt sich auf ca. 20 Quadratkilometer und ist nur ein kleiner Streifen in der Ostsee. Höchste Erhebung ist der 60 Meter hohe Dornbusch. Von hier hat man bei gutem Wetter eine wunderbare Aussicht über ganz Hiddensee. Selbst Rügen und Dänemark kann bei günstiger Witterung erspäht werden.

Nach Hiddensee kommt man am Besten von Stralsund aus mit Fahrgastschiffen und Fähren der "Weißen Flotte". Nach etwa zweistündiger Fahrt wird Neuendorf auf Hiddensee angesteuert. Wenig später fährt das Schiff den Hauptort Vitte und Kloster an. Von Rügen aus setzt man von Schaprode aus nach Hiddensee hinüber. Für den nicht so seefesten Urlauber ist das Übersetzten von Scharprode aus vielleicht die beste Alternative. Hier bewegen sich die Fähren nämlich nur in küstennahen Boddengewässern.

Das kleine Naturparadies ist aber in seinem Bestand bedroht. Die Westseite unterliegt starken Abrasionseinflüssen, soll heißen, bei jeder Sturmflut wird ein Stück Hiddensee durch das Wasser abgetragen. Naturschützer lassen aber nicht unversucht, dass wieder auszugleichen.

Hiddensee erstreckt sich von Norden nach Süden auf rund 17 Kilometer. Von Ost nach West sind es im Schnitt nur 800 Meter. Im Norden, dem Endhorn, ist Rügen nur 5 Kilometer entfernt. Die Südspitze bei Gellen ist nur einen Steinwurf weg vom Festland. Nach Hiiddensee kommen pro Jahr mehr als 250 000 Besucher. Besonders reizvoll für sie, die abwechslungsreiche Landschaft mit dem besonderen Reizklima. Erholung und Entspannung sind garantiert.

Den beliebtesten Punkt Hiddensees erreicht man ganz bequem von Kloster aus. Über den Inselhauptweg geht es schnurstracks nach Norden. Nach einigen Minuten strammen Schritts erreicht man den Dornbusch mit dem eindrucksvollen Leuchtturm. Der steht schon seit 1888 dort. Ein paar Meter weiter an der Gaststätte hat man einen hervorragenden Inselblick - Panoramaqualität garantiert.

Von Vitte und Neuendorf aus bietet sich die Möglichkeit, den mittleren und südlichen Inselteil zu erkunden. Viele sagen, hier kann man schon montags sehen, wer am Freitag zu Besuch kommt, so flach ist es hier. Und das ist auch der Knackpunkt. Das Flachland wurde in der Vergangenheit mehrfach von Sturmhochwässern durchbrochen, die vor allem 1864, 1867 und 1872 erhebliche Schäden verursachten und zu Landverlusten führten.

Besonders sehenswert ist das Heimatmuseum in Kloster. Hier können sich Touristen über die Geschichte und Kultur der Insel informiert werden.

Wissenschaftliche Bedeutung haben die Vogelwarte in Kloster sowie verschiedene wissenschaftliche und biologische Stationen auf der Insel. Am Dornbusch befindet sich auch die Wetterstadion von Jörg Kachelmann.

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