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Ostseebad Breege-Juliusruh

Jasmund

Jasmund – Heimat der Romantik und des weißen Goldes

Die 135m² große Halbinsel bildet den nordöstlichsten Teil Rügens. Einst vom „Muttland“ getrennt, wuchs Sie im Laufe der Jahrtausende durch Sandablagerungen mit der Hauptinsel und der benachbarten Halbinsel Wittow zusammen. Von den schilfumsäumten Bodden steigt das Land sanft an, um dann steil und schroff, als weißer Kreidefels jäh ins Meer zu stürzen. Die ehemalige Insel ist eine gewaltige Kreideplatte, die während der letzten Eiszeit von den Gletschermassen aufgetürmt wurde und hieraus ihre einmalige Landschaft erhalten hat. Dieser geologischen Meisterleistung verdankt Jasmund heute seine weltberühmten Kreidefelsen und den Königsstuhl, welche zum Wahrzeichen und Synonym der Insel Rügen geworden sind.

Die Platte ist mit Kuppen übersät, von denen sich immer wieder ein weiter Blick über die Insel entdecken lässt. Da auf Jasmund seit jeher das „Weiße Gold“ abgebaut wird, wird die hügelige Landschaft immer wieder von weißen Löchern durchbohrt. Die gesamte Ostseeküste von Sassnitz bis nach Lohme wird durch die herrlichen Buchenwälder der Stubnitz bedeckt. Zusammen mit den Seen- und Moorflächen der angrenzenden Stubbenkammer und dem Flachwasserbereich der Ostsee besitzt die Halbinsel Jasmund zwar den kleinsten, aber sicher einen der schönsten Nationalparks Deutschlands. Hauptattraktion und meistbesuchte Sehenswürdigkeit ist und bleibt dabei die Kreideküste im Nordosten mit dem 118m hohen Königsstuhl . Der Nationalpark Jasmund, der zu großen Teilen aus Waldflächen und Hochmooren besteht will bei Wanderungen durch seinen imposanten, meist aus Rotbuchen bestehenden Wald entdeckt werden. Egal ob Sie dabei die kurze Wanderstrecke vom Parkplatz Hagen bis zum Königsstuhl oder den langen Weg von Lohme bis zur Hafenstadt Sassnitz nehmen, Sie werden es sicher nicht bereuen. Ihr Weg führt Sie vorbei am sagenumwogenen Herthasee und der Herthaburg und steilen Einschnitten des Kreidegebirges, von denen Sie nahezu senkrecht ins Meer blicken können. 

Entscheiden Sie sich für den Weg Richtung Sassnitz, erreichen Sie die zweitgrößte Stadt Rügens und gleichzeitig nördlichste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Bereits Theodor Fontane schrieb einst enthusiastisch "Nach Rügen reisen heißt nach Sassnitz reisen". Hier begann schon 1824 der Badebetrieb, doch wurde das einstige Seebad durch den fehlenden Sandstrand schnell von den benachbarten Ostseebädern Binz, Sellin, Baabe und Göhren ausgestochen. Heute ist Sassnitz, einstiges „Tor nach Skandinavien", eine wunderschöne Hafenstadt mit Fischerei und Ausflugsfahrten entlang der Kreideküste. Am Hafen beobachten Besucher in den schönen Hafenkneipen dem geschäftigen Treiben der Fischer und dem Fährverkehr, der von Neu-Mukran bis nach Schweden und Russland führt, zu. Unbedingt sehenswert  ist die bereits 1912 fertiggestellte, 1450 Meter lange Ostmole, die den Fischerei-, Fahrgast- und Sportboothafen vor der stürmische Ostsee schützt. Und die zwischenzeitlich voranschreitende aufwendige Sanierung der Sassnitzer Altstadt lässt diese für Besucher und Gäste der zahlreichen Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser immer beliebter werden.

Jasmund ist heute noch ringsum von Wasser umgeben, die Boddengewässer im Inneren der Insel dominieren. Im Norden und Osten zwischen Tromper und Prorer Wiek und im Westen und Süden der Kleine Jasmunder Bodden und der Große Jasmunder Bodden . Neben den beiden natürlichen Nehrungen „Schaabe “ und „schmale Heide “ gibt es noch einen dritten, von Menschenhand geschaffenen Landweg nach Jasmund. Der schmale Wasserarm bei Lietzow („der Lietzower Damm“) ist heute die schmalste Stelle Rügens und trennt den Kleinen Jasmunder vom Großen Jasmunder Bodden. In der „schmalen Heide" finden Sie auch die Feuersteinfelder in der Nähe von Neu-Mukran – ein ca. 40 Hektar großes Steinmeer (über 90% Feuersteine), das durch Überflutung der Küste vor 4000 Jahren entstand. Die Steinwälle sind bewachsen mit Pflanzen und Bäumen und riesigen Wachholderbüschen, eine Wanderung durch das Gebiet lohnt sich.

Oft vergessen, möchten wir uns an dieser Stelle dem kleinen Ort Lohme widmen. Das romantische Örtchen ist eine frühere Fischersiedlung und entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zum See- und Luftkurort. Dabei hat sich Lohme seine Ursprünglichkeit bewahrt und bietet stille Natur, Ruhe und Erholung. Der Ort bietet auch einen freien Blick bis zum Kap Arkona und ist selbst in der Hauptsaison ein Insidertip und ideal für ruhesuchende (Wander-) Urlauber.

Unweit von Lohme und immer einen Besuch wert findet sich der verschlafene Ort Bobbin mit der gotischen St. Pauli Kirche, das idyllisch gelegene Schloss Spyker und der Küstenkurort Glowe . Wer sich für die Kreide näher interessiert sollte in Neddesitz bei Sagard vorbei schauen. Die Kreidebrüche mit Museum zeigen anschaulich die Geschichte und den Abbau des „Weißen Goldes“.

Süderhof Breege