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Ernst Moritz Arndt Turm

Der Dichter und Denker Ernst Moritz Arndt wurde am 26. Dezember 1769 in der Gemeinde Groß Schoritz geboren. Leidenschaft­lich und kompromisslos kämpfte Arndt mit seinen dichterischen und publizistischen Mitteln gegen die Leibeigenschaft, die Napoleo­nische Fremdherrschaft und setz­te sich mit seinen Schriften und Gedichten für die Frei­heit und Einheit des deutschen Vaterlandes ein. Mit ausdrucksstarken Worten rühmt er die schöne Landschaft der Insel Rügen, beschrieb seine besonderen Lieblingsorte der Insel und schrieb ein paar nachdenkliche Zeilen, von denen an erster Stelle der Rugard genannt wurde. Im Jahr 1869 wurde beschlossen, Ernst Moritz Arndt in seiner Heimat auf der schönen Insel Rügen ein Denkmal zu errichten.
Unter der Führung des damaligen Landrates von Platen Bürgermeisters und Dr. Richter bildete sich das „Komitee zur Errichtung eines Arndt-Denkmal“
Im Sommer 1869 verfasste dieses Komitee einen Aufruf zum Sammeln von Beiträgen an die Öffentlichkeit. Der Fürst zu Putbus stellte dem Bürgerkomitee kostenlos ein Stück Land, dem so genannten Rugard, für den Bau des Denkmals zur Verfügung.
Der Grundstein für den Ernst Moritz Arndt Turm wurde am 26. Dezember 1869 unter einer Vielzahl von Teilnehmern am 100. Geburtstag des Dichters gelegt.
1870/71 verhinderte der Deutsch - Französische Krieg die weiteren Bauarbeiten an dem Turm. Im  Mai 1871 rief das Komitee Architekten dazu auf Entwürfe für das Arndt Denkmal vorzulegen.
Der Berliner Baumeister Hermann Eggert (1844 - 1920) bekam den Zuschlag für diesen Auftrag.
Die Ziegel wurden zum Teil für den Bau vom Fürsten zu Putbus kostenlos zur Verfügung gestellt und stammten aus der Ziegelei Tegelhof auf der Insel Rügen. Die Wen­deltreppe bekam 79 Stufen aus Granit und wurde aus einem Findling unweit von Bergen herausgeschlagen.
Die sehr hohen  Materialkosten verzögerten den Bau des Turms enorm. Die erste Etage wurde 1873 errichtet. Nach und nach gingen dem Bürgerkomitee die Mittel aus. Daraufhin kamen die Bauarbeiten 1874 zum Erliegen. Anschließend wandte sich das Komitee an die Sängervereine Deutschlands, die durch Sonderkonzerte Spendengelder sammelten. Unter anderem spendete damals Kaiser Wilhelm I. 3.000 Mark.
Von dem gesammelten Geld wurde das zweite Stock­werk des Turmes und die Wendeltreppe  vollendet und endlich 1877 wurde der Ernst-Moritz-Arndt-Turm fertig ge­stellt Ab jetzt war er für die Bürger öffentlich zugänglich.
Um 1930 hatte der umliegende Waldbestand im Rugard eine Höhe erreicht, die Ausblicke in Richtung Ralswiek und Bergen verhinderte. Bürger reichten einen Vorschlag ein den Turm zu erhöhen, der sich aber nicht durchsetzen konnte. Im Jahre 1944 wurde die Kuppel entfernt und mit einer Flak ersetzt. Die Rote Armee nutzte den Turm anschließend von 1945- 1953. Von diesem Zeitpunkt an war das Denkmal für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.
Im darauf folgenden Jahr wurde die Plattform abgerissen und der Turm bekam seine neue/alte Kuppel zurück.
Seit 1955 ist der Turm in seiner Form geblieben nd wurde bis ins Jahr 1999 nicht verändert. Außerdem gab es zu dieser Zeit nur kleine Schönheitsreparaturen und keine Restauratorische Arbeiten.
Der Ernst-Moritz-Arndt-Turm ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1970 immer noch ein Anziehungspunkt für Urlauber und Einwohner der schönen Insel Rügen.

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